{"id":159,"date":"2015-11-11T12:47:32","date_gmt":"2015-11-11T12:47:32","guid":{"rendered":"http:\/\/x-dogs.eu\/?page_id=159"},"modified":"2024-01-17T06:12:32","modified_gmt":"2024-01-17T06:12:32","slug":"working-kelpie-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/x-dogs.eu\/?page_id=159","title":{"rendered":"Working Kelpie"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-699 size-large\" src=\"https:\/\/x-dogs.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/IMG_1241-e1705354695582-1024x390.jpg\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"366\" srcset=\"https:\/\/x-dogs.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/IMG_1241-e1705354695582-1024x390.jpg 1024w, https:\/\/x-dogs.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/IMG_1241-e1705354695582-300x114.jpg 300w, https:\/\/x-dogs.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/IMG_1241-e1705354695582-768x293.jpg 768w, https:\/\/x-dogs.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/IMG_1241-e1705354695582-1536x585.jpg 1536w, https:\/\/x-dogs.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/IMG_1241-e1705354695582-2048x780.jpg 2048w, https:\/\/x-dogs.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/IMG_1241-e1705354695582-1140x434.jpg 1140w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/p>\n<h6 style=\"text-align: center;\">Mein Strike \u00a0(Farbschlag Black &amp; Tan)<\/h6>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><strong>Ursprung der Rasse<\/strong><\/h2>\n<h5 style=\"text-align: center;\">Text von Uta Reichenbach<br \/>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.working-kelpie.de\">www.working-kelpie.de<\/a><\/h5>\n<p style=\"text-align: center;\">Zwischen 1860 und 1890 stieg in Australien die Zahl der Schafe gewaltig von ca. 5 auf \u00fcber 60 Millionen Tiere an. Es entstanden mehr und mehr riesige Schaffarmen mit Best\u00e4nden von mehreren 1000 Schafen, die auf riesigen Fl\u00e4chen weideten. Diese Umst\u00e4nde machten den Einsatz von effektiv arbeitenden H\u00fctehunden notwendig, die gut mit dem extremen Klima und den gro\u00dfen Distanzen zurecht kamen. Zun\u00e4chst wurden Hunde verschiedenster Herkunft verwendet, die von den Einwanderern aus den verschiedensten L\u00e4ndern mitgebracht worden waren. Jedoch waren die meisten Hunde wenig geeignet, unter den extremen klimatischen Bedingungen gro\u00dfe Herden effektiv \u00fcber weite Distanzen zu bewegen. Die Schafhalter suchten also nach Hunden, die die gestellten Anforderungen m\u00f6glichst gut erf\u00fcllen sollten.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Etwa ab 1870 wurden mehrere black and tan Collies (allgemeine Bezeichnung f\u00fcr H\u00fctehunde in England) mit Stockhaar und \u00fcberwiegend Stehohren aus England nach Australien importiert. Diese Hunde bew\u00e4hrten sich sehr gut bei der t\u00e4glichen Arbeit auf den Farmen. Eine H\u00fcndin, die ein Nachkomme von solchen Collies war, wurde von Ihrem Besitzer Kelpie genannt. Der Name Kelpie stammt aus dem Keltischen und bedeutet frei \u00fcbersetzt Wassergeist. Eine Tochter von Kelpie wurde wiederum Kelpie genannt. Diese H\u00fcndin belegte bei einem ber\u00fchmten H\u00fctewettbewerb den 1. Rang zusammen mit einem anderen Hund. Nat\u00fcrlich waren ihre Welpen nach diesem Erfolg sehr gefragt. Sie w\u00fcrden als Kelpie\u2019s Welpen oder nur als Kelpies bezeichnet, dieser Name hat sich bis heute erhalten und wurde zum Namen dieser Hunderasse.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Es gibt Ger\u00fcchte, dass bei den aus England importierten Hunden Fuchs eingekreuzt sein sollte, au\u00dferdem gibt es Vermutungen, dass in Australien Dingos, andere Collies (z.B. Border Collies) und noch andere Rassen wie z.B. Deutsche Sch\u00e4ferhunde vereinzelt eingekreuzt worden sein sollen. Hier\u00fcber gibt es aber keine belegten Aufzeichnungen und nachpr\u00fcfbare Beweise. Zumindest die Einkreuzung von F\u00fcchsen ist nach dem heutigen Stand der Wissenschaft mehr als unwahrscheinlich. Auch ein hoher Anteil an Dingogenen h\u00e4tte sich sicherlich negativ auf die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Menschen ausgewirkt und auch noch andere, sich auf die H\u00fctearbeit nachteilig auswirkende Verhaltensweisen verst\u00e4rkt. Die sehr gute Toleranz des Kelpie gegen\u00fcber Hitze und das vereinzelte Auftreten von \u201edingofarbenen\u201c Tieren in der Kelpiepopulation, haben sicherlich zur Entstehung dieser Vermutungen beigetragen. Eine Einkreuzung von Dingos l\u00e4sst sich sicherlich aber auch nicht g\u00e4nzlich ausschlie\u00dfen. Jedoch muss davon ausgegangen werden, dass im heutigen Kelpie, wenn \u00fcberhaupt, nur ein sehr geringer Anteil an Dingogenen zu finden sein d\u00fcrfte. Dass \u00fcberm\u00e4\u00dfig deutsche Sch\u00e4ferhunde eingekreuzt wurden, ist auch nicht anzunehmen, da diese Rasse fr\u00fcher in Australien bei den Schafhaltern einen sehr schlechten Ruf hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Eigentlich ist es auch nicht in erster Linie ausschlaggebend, welche Hunde welcher Rassen oder auch Nicht-Rassen bei der Entstehung des Working Kelpie beteiligt waren, denn bei der Entstehung einer Arbeitsrasse ist alles erfolgreich, was die Rasse dem Hauptziel, n\u00e4mlich der Verbesserung und Festigung der entsprechend erw\u00fcnschten Arbeitsanlagen, n\u00e4her bringt. Auf dem Weg dorthin sind sowohl die Einkreuzung von Individuen anderer Rassen oder Mischungen, als auch\u00a0 Linienzucht und extreme Inzucht innerhalb der Rasse denkbar und m\u00f6glich. Beim Working Kelpie wurde wohl das Zuchtziel erreicht: Die Schaffung eines intelligenten und selbst\u00e4ndigen Arbeitshundes, der gut mit dem australischen Klima zurecht kommt und f\u00fcr alle allt\u00e4glichen Arbeiten mit Vieh hervorragend einsetzbar ist. Ein guter Arbeitshund ist eine gro\u00dfe Hilfe f\u00fcr einen Farmer und hilft mit, die Viehhaltung rentabel zu gestalten.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Arbeitsweise und Einsatzm\u00f6glichkeiten des WorkingKelpie<\/h2>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Die F\u00e4higkeit zum selbst\u00e4ndigen Arbeiten<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\">Die Anpassung des Arbeitsstils und der Arbeitsweise an die jeweilige Situation (z.B. viel oder wenig Schafe, ruhige oder nerv\u00f6se Tiere). Das bedeutet grunds\u00e4tzlich, dass der Kelpie an gro\u00dfen Herden sich mehr frei bewegt und weniger Stil zeigt, f\u00fcr die Arbeit an kleinen Gruppen jedoch gen\u00fcgend Stil besitzen sollte um sie zusammen halten zu k\u00f6nnen und zu kontrollieren.<br \/>\nVielseitige Einsatzm\u00f6glichkeiten: Koppelarbeit mit gro\u00dfen und kleine Gruppen, Pfercharbeit (z.B. Arbeit in der Sortieranlage)<br \/>\nNat\u00fcrliche Anlage zum \u201eBacking\u201c (die F\u00e4higkeit \u00fcber die Schafe zu laufen) und zum kontrollierten Bellen.<br \/>\nWichtig ist die Nutzung der nat\u00fcrlichen Anlagen und speziellen Begabungen eines jeden Hundes. Nat\u00fcrlich w\u00fcnscht sich jeder den Allroundhund, der in jeder Arbeitssituation ohne viel Training brilliert. Dem Normalfall entspricht aber eher, dass jeder Hund Gebiete hat, die er von sich aus besonders gut bew\u00e4ltigt und andere Dinge muss man ihm eher vermitteln und ihn darin schulen.<br \/>\nSehr interessant ist auch, dass selbst Kelpies aus dem gleichen Wurf vom Arbeitstil her recht unterschiedlich sein k\u00f6nnen. Von Hunden, die von sich aus eher mit viel Stil, Auge und Distanz arbeiten, hin zu Hunden mit weniger Stil und Auge die meist auch dichter am Vieh arbeiten wollen.<br \/>\nKelpies sollen Vieh ruhig arbeiten k\u00f6nnen, ohne zu viel Stress auf die Tiere auszu\u00fcben. Wenn es die Situation erfordert, sollen sie jedoch in der Lage sein, Druck zu machen und durch einen direkteren Arbeitsstil Tiere bewegen.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Kelpie ist nicht gleich Kelpie!<\/h3>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/x-dogs.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Strike-banner.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-602 size-full\" src=\"https:\/\/x-dogs.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Strike-banner-e1705354558211.jpg\" alt=\"\" width=\"877\" height=\"316\" srcset=\"https:\/\/x-dogs.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Strike-banner-e1705354558211.jpg 877w, https:\/\/x-dogs.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Strike-banner-e1705354558211-300x108.jpg 300w, https:\/\/x-dogs.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Strike-banner-e1705354558211-768x277.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 877px) 100vw, 877px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Working Kelpie (Arbeitslinie)<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Bereits um 1900 wurden die ersten Kelpies auf Hundeausstellungen gezeigt. Um 1920 gab es schon wesentlich mehr Kelpies, die im Showring gezeigt wurden. Im Laufe der Zeit entstanden immer mehr Zuchten, die nicht mehr ausschlie\u00dflich auf gute Arbeits\/H\u00fcteeigenschaften selektierten, sondern vornehmlich Hunde mit hervorragenden Ausstellungsresultaten als Zuchttiere ausw\u00e4hlten und deren Zuchttiere nicht mehr in der t\u00e4glichen Arbeit am Vieh beweisen mussten, dass sie n\u00fctzliche und effektiv arbeitende H\u00fctehunde sind. So entstand allm\u00e4hlich, durch die ver\u00e4nderten Zuchtziele, ein Typ Kelpie, der sich sowohl optisch als auch von den genetisch angelegten H\u00fcteanlagen her, immer\u00a0 mehr vom weiterhin rein auf Arbeitsleistung selektierten Kelpie zu unterscheiden begann. Ebenso fand bei den Kelpies, die f\u00fcr den Ausstellungsring gez\u00fcchtet wurden eine Konzentration vor allem auf einfarbig braun und teilweise einfarbig schwarz statt, w\u00e4hrend der Working Kelpie weiterhin nicht auf spezielle Farben selektiert wurde, jedoch der Gro\u00dfteil der Hunde black and tan und red and tan waren und heute auch noch sind. Auff\u00e4llig ist auch, dass der Typ Kelpie f\u00fcr den Showring heute in der Regel k\u00fcrzere Laufknochen und im Verh\u00e4ltnis einen massigeren K\u00f6rper mit k\u00fcrzerem R\u00fccken aufweist als der Working Kelpie. W\u00e4hrend das Working Kelpie Council, dass das Zuchtbuch f\u00fcr den Working Kelpie in Australien f\u00fchrt und einen Rassestandard hat, keinen Wert auf Beurteilungen der Hunde nach dem Formwert legt und deshalb auch keine Ausstellungen organisiert sondern nur H\u00fctewettbewerbe, hat der ANKC einen eigenen Rassestandard f\u00fcr den Australien Kelpie. Man k\u00f6nnte also sagen, dass sich die 2 unterschiedlichen Typen von Kelpies durch die unterschiedlichen Selektionskriterien sowohl von der \u00e4u\u00dferen Erscheinung, als auch von Arbeitseigenschaften so weit voneinander entfernt haben, dass es sich mittlerweile um 2 verschiedene Kelpietypen handelt, die weitgehend getrennt von einander weitergez\u00fcchtet werden. Gebr\u00e4uchliche Begriffe sind heute deshalb Working Kelpie f\u00fcr den urspr\u00fcnglichen, weiterhin als reinen Arbeitshund gez\u00fcchteten Kelpie und der nach ANKC und FCI anerkannte Australian Kelpie, der auch als Showkelpie bezeichnet wird. Dies ist ein eindr\u00fcckliches Beispiel, wie sich durch unterschiedliche Ziele in der Zuchtauswahl in wenigen Jahrzehnten aus einer Ausgangsrasse 2 unterschiedliche Hundetypen entwickeln k\u00f6nnen. Als Folge der Teilung ergab sich auch, dass der Australian Kelpie vom ANKC und somit auch von der FCI anerkannt wurde. Der Working Kelpie als reine Arbeitsrasse nicht innerhalb des ANKC und somit auch nicht in der FCI gez\u00fcchtet wird. Der Working Kelpie wei\u00dft auch weiterhin eine sehr gro\u00dfe Variabilit\u00e4t hinsichtlich des Aussehens, K\u00f6rperbaus, der Gr\u00f6\u00dfe und der Farben auf. W\u00e4hrend z.B. Ohrenstellungen wie etwa Kippohren oder gr\u00f6\u00dfere wei\u00dfe Abzeichen, beim Showkelpie 100% zuchtausschlie\u00dfend w\u00e4ren, da nicht Standard konform, stellen sie beim Working Kelpie kein Zuchtauslesekriterium dar. Es wird nach wie vor bei der Auswahl der Zuchtpartner prim\u00e4r viel mehr Wert auf Leistungsf\u00e4higkeit und gute H\u00fcteanlagen des Hundes gelegt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/x-dogs.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/51.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-317 aligncenter\" src=\"https:\/\/x-dogs.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/51.jpg\" alt=\"51\" width=\"400\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/x-dogs.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/51.jpg 400w, https:\/\/x-dogs.eu\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/51-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Australian Kelpie (Showlinie)<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Auf der Seite des <a href=\"http:\/\/www.wkc.org.au\/Default.php\">WORKING KELPIE COUNCIL<\/a> findet man ausf\u00fchrliche Informationen zur Rasse.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mein Strike \u00a0(Farbschlag Black &amp; Tan) Ursprung der Rasse Text von Uta Reichenbach Quelle: www.working-kelpie.de Zwischen 1860 und 1890 stieg in Australien die Zahl der Schafe gewaltig von ca. 5 auf \u00fcber 60 Millionen Tiere an. Es entstanden mehr und mehr riesige Schaffarmen mit Best\u00e4nden von mehreren 1000 Schafen, die auf riesigen Fl\u00e4chen weideten. Diese Umst\u00e4nde machten den Einsatz von effektiv arbeitenden H\u00fctehunden notwendig, die gut mit dem extremen Klima und den gro\u00dfen Distanzen zurecht kamen. Zun\u00e4chst wurden Hunde verschiedenster Herkunft verwendet, die von den Einwanderern aus den verschiedensten L\u00e4ndern mitgebracht worden waren. Jedoch waren die meisten Hunde wenig geeignet, unter den extremen klimatischen Bedingungen gro\u00dfe Herden effektiv \u00fcber weite Distanzen zu bewegen. Die Schafhalter suchten also nach Hunden, die die gestellten Anforderungen m\u00f6glichst gut erf\u00fcllen sollten. Etwa ab 1870 wurden mehrere black and tan Collies (allgemeine Bezeichnung f\u00fcr H\u00fctehunde in England) mit Stockhaar und \u00fcberwiegend Stehohren aus England nach Australien importiert. Diese Hunde bew\u00e4hrten sich sehr gut bei der t\u00e4glichen Arbeit auf den Farmen. Eine H\u00fcndin, die ein Nachkomme von solchen Collies war, wurde von Ihrem Besitzer Kelpie genannt. Der Name Kelpie stammt aus dem Keltischen und bedeutet frei \u00fcbersetzt Wassergeist. Eine Tochter von Kelpie wurde wiederum Kelpie genannt. Diese H\u00fcndin belegte bei einem ber\u00fchmten H\u00fctewettbewerb den 1. Rang zusammen mit einem anderen Hund. Nat\u00fcrlich waren ihre Welpen nach diesem Erfolg sehr gefragt. Sie w\u00fcrden als Kelpie\u2019s Welpen oder nur als Kelpies bezeichnet, dieser Name hat sich bis heute erhalten und wurde zum Namen dieser Hunderasse. Es gibt Ger\u00fcchte, dass bei den aus England importierten Hunden Fuchs eingekreuzt sein sollte, au\u00dferdem gibt es Vermutungen, dass in Australien Dingos, andere Collies (z.B. Border Collies) und noch andere Rassen wie z.B. Deutsche Sch\u00e4ferhunde vereinzelt eingekreuzt worden sein sollen. Hier\u00fcber gibt es aber keine belegten Aufzeichnungen und nachpr\u00fcfbare Beweise. Zumindest die Einkreuzung von F\u00fcchsen ist nach dem heutigen Stand der Wissenschaft mehr als unwahrscheinlich. Auch ein hoher Anteil an Dingogenen h\u00e4tte sich sicherlich negativ auf die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Menschen ausgewirkt und auch noch andere, sich auf die H\u00fctearbeit nachteilig auswirkende Verhaltensweisen verst\u00e4rkt. Die sehr gute Toleranz des Kelpie gegen\u00fcber Hitze und das vereinzelte Auftreten von \u201edingofarbenen\u201c Tieren in der Kelpiepopulation, haben sicherlich zur Entstehung dieser Vermutungen beigetragen. Eine Einkreuzung von Dingos l\u00e4sst sich sicherlich aber auch nicht g\u00e4nzlich ausschlie\u00dfen. Jedoch muss davon ausgegangen werden, dass im heutigen Kelpie, wenn \u00fcberhaupt, nur ein sehr geringer Anteil an Dingogenen zu finden sein d\u00fcrfte. 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Beim Working Kelpie wurde wohl das Zuchtziel erreicht: Die Schaffung eines intelligenten und selbst\u00e4ndigen Arbeitshundes, der gut mit dem australischen Klima zurecht kommt und f\u00fcr alle allt\u00e4glichen Arbeiten mit Vieh hervorragend einsetzbar ist. Ein guter Arbeitshund ist eine gro\u00dfe Hilfe f\u00fcr einen Farmer und hilft mit, die Viehhaltung rentabel zu gestalten. Arbeitsweise und Einsatzm\u00f6glichkeiten des WorkingKelpie Die F\u00e4higkeit zum selbst\u00e4ndigen Arbeiten Die Anpassung des Arbeitsstils und der Arbeitsweise an die jeweilige Situation (z.B. viel oder wenig Schafe, ruhige oder nerv\u00f6se Tiere). Das bedeutet grunds\u00e4tzlich, dass der Kelpie an gro\u00dfen Herden sich mehr frei bewegt und weniger Stil zeigt, f\u00fcr die Arbeit an kleinen Gruppen jedoch gen\u00fcgend Stil besitzen sollte um sie zusammen halten zu k\u00f6nnen und zu kontrollieren. Vielseitige Einsatzm\u00f6glichkeiten: Koppelarbeit mit gro\u00dfen und kleine Gruppen, Pfercharbeit (z.B. Arbeit in der Sortieranlage) Nat\u00fcrliche Anlage zum \u201eBacking\u201c (die F\u00e4higkeit \u00fcber die Schafe zu laufen) und zum kontrollierten Bellen. Wichtig ist die Nutzung der nat\u00fcrlichen Anlagen und speziellen Begabungen eines jeden Hundes. Nat\u00fcrlich w\u00fcnscht sich jeder den Allroundhund, der in jeder Arbeitssituation ohne viel Training brilliert. Dem Normalfall entspricht aber eher, dass jeder Hund Gebiete hat, die er von sich aus besonders gut bew\u00e4ltigt und andere Dinge muss man ihm eher vermitteln und ihn darin schulen. Sehr interessant ist auch, dass selbst Kelpies aus dem gleichen Wurf vom Arbeitstil her recht unterschiedlich sein k\u00f6nnen. Von Hunden, die von sich aus eher mit viel Stil, Auge und Distanz arbeiten, hin zu Hunden mit weniger Stil und Auge die meist auch dichter am Vieh arbeiten wollen. Kelpies sollen Vieh ruhig arbeiten k\u00f6nnen, ohne zu viel Stress auf die Tiere auszu\u00fcben. Wenn es die Situation erfordert, sollen sie jedoch in der Lage sein, Druck zu machen und durch einen direkteren Arbeitsstil Tiere bewegen. Kelpie ist nicht gleich Kelpie! Working Kelpie (Arbeitslinie) Bereits um 1900 wurden die ersten Kelpies auf Hundeausstellungen gezeigt. Um 1920 gab es schon wesentlich mehr Kelpies, die im Showring gezeigt wurden. Im Laufe der Zeit entstanden immer mehr Zuchten, die nicht mehr ausschlie\u00dflich auf gute Arbeits\/H\u00fcteeigenschaften selektierten, sondern vornehmlich Hunde mit hervorragenden Ausstellungsresultaten als Zuchttiere ausw\u00e4hlten und deren Zuchttiere nicht mehr in der t\u00e4glichen Arbeit am Vieh beweisen mussten, dass sie n\u00fctzliche und effektiv arbeitende H\u00fctehunde sind. So entstand allm\u00e4hlich, durch die ver\u00e4nderten Zuchtziele, ein Typ Kelpie, der sich sowohl optisch als auch von den genetisch angelegten H\u00fcteanlagen her, immer\u00a0 mehr vom weiterhin rein auf Arbeitsleistung selektierten Kelpie zu unterscheiden begann. Ebenso fand bei den Kelpies, die f\u00fcr den Ausstellungsring gez\u00fcchtet wurden eine Konzentration vor allem auf einfarbig braun und teilweise einfarbig schwarz statt, w\u00e4hrend der Working Kelpie weiterhin nicht auf spezielle Farben selektiert wurde, jedoch der Gro\u00dfteil der Hunde black and tan und red and tan waren und heute auch noch sind. Auff\u00e4llig ist auch, dass der Typ Kelpie f\u00fcr den Showring heute in der Regel k\u00fcrzere Laufknochen und im Verh\u00e4ltnis einen massigeren K\u00f6rper mit k\u00fcrzerem R\u00fccken aufweist als der Working Kelpie. W\u00e4hrend das Working Kelpie Council, dass das Zuchtbuch f\u00fcr den Working Kelpie in Australien f\u00fchrt und einen Rassestandard hat, keinen Wert auf Beurteilungen der Hunde nach dem Formwert legt und deshalb auch keine Ausstellungen organisiert sondern nur H\u00fctewettbewerbe, hat der ANKC einen eigenen Rassestandard f\u00fcr den Australien Kelpie. Man k\u00f6nnte also sagen, dass sich die 2 unterschiedlichen Typen von Kelpies durch die unterschiedlichen Selektionskriterien sowohl von der \u00e4u\u00dferen Erscheinung, als auch von Arbeitseigenschaften so weit voneinander entfernt haben, dass es sich mittlerweile um 2 verschiedene Kelpietypen handelt, die weitgehend getrennt von einander weitergez\u00fcchtet werden. Gebr\u00e4uchliche Begriffe sind heute deshalb Working Kelpie f\u00fcr den urspr\u00fcnglichen, weiterhin als reinen Arbeitshund gez\u00fcchteten Kelpie und der nach ANKC und FCI anerkannte Australian Kelpie, der auch als Showkelpie bezeichnet wird. Dies ist ein eindr\u00fcckliches Beispiel, wie sich durch unterschiedliche Ziele in der Zuchtauswahl in wenigen Jahrzehnten aus einer Ausgangsrasse 2 unterschiedliche Hundetypen entwickeln k\u00f6nnen. Als Folge der Teilung ergab sich auch, dass der Australian Kelpie vom ANKC und somit auch von der FCI anerkannt wurde. Der Working Kelpie als reine Arbeitsrasse nicht innerhalb des ANKC und somit auch nicht in der FCI gez\u00fcchtet wird. Der Working Kelpie wei\u00dft auch weiterhin eine sehr gro\u00dfe Variabilit\u00e4t hinsichtlich des Aussehens, K\u00f6rperbaus, der Gr\u00f6\u00dfe und der Farben auf. W\u00e4hrend z.B. Ohrenstellungen wie etwa Kippohren oder gr\u00f6\u00dfere wei\u00dfe Abzeichen, beim Showkelpie 100% zuchtausschlie\u00dfend w\u00e4ren, da nicht Standard konform, stellen sie beim Working Kelpie kein Zuchtauslesekriterium dar. 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